Am 7. März 2021 wird abgestimmt!
Am 14. Oktober 2020 konnte eine GSU-Delegation der Stadtverwaltung 1602 Unterschriften übergeben, nur 500 wären nötig gewesen. Am 7. März 2021 gelangt das Projekt an die Urne. Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie unser Anliegen bekannt machen. Zum Beispiel, indem Sie einen Standort für ein Plakat zur Verfügung stellen!

Symbolbild: Eichwaldhof ohne direkten Anschluss

NEIN zum Eichwaldhof
ohne direkten Anschluss

Kein Zusatzverkehr durch Wohnquartiere!

Seit inzwischen 30 Jahren bitten engagierte Anwohner die Stadt, sich um das Verkehrsproblem im Quartier zu kümmern. Doch statt die Sache endlich anzugehen und sauber zu lösen, lässt die Stadt die beste Option für die nächsten Jahrzehnte zubauen. Dieses kurzsichtige Denken hat mit Nachhaltigkeit nichts zu tun.

Den privaten Gestaltungsplan hat der grosse Gemeinderat am 24. August 2020 klar bewilligt. Das Projekt wird mehrfach als «städtebaulich gelungen», «modern» und als «Aufwertung für das ganze Gebiet» gelobt. Die Quartierbewohner, die seit inzwischen 30 Jahren – und 2018 erneut – ein besseres Verkehrtskonzept fordern, werden einmal mehr im Regen stehengelassen.

Das Argument unserer Stadtregierung ist immer dasselbe: «Der Kanton bewilligt die direkte Anbindung an die Frauenfelderstrasse nicht.» Obwohl diversen Mitgliedern des grossen Gemeinderats und auch dem Stadtrat klar ist, dass der Quartierverkehr schon heute unbefriedigend ist, verzichtet die Mehrheit darauf, eine vernünftige Lösung auszuarbeiten. Dabei geht es nicht nur darum, den Eichwaldhof sinnvoll zu erschliessen, sondern eine nachhaltige Lösung fürs Quartier zu finden.

Auf der anderen Strassenseite, auf dem «Filetstück» gegenüber dem geplanten Eichwaldhof, wurde bereits eine direkte Ein- und Ausfahrt realisiert, welche notabene sogar die bestehende Velo-Schnellroute quert (!). Die von der St.-Galler-Strasse zwangsversetzte Häpo AG mit Tankstellenshop wird diesen Veloweg pro Tag zusätzlich mit mehr als 2000 Fahrzeugen belasten.

Eigentlich wäre die direkte Anbindung also schon da: Die Firma Häpo wird die bestehende Lichtsignalanlage nutzen, die problemlos auch dem Eichwaldhof dienen könnte. Leider gibt es aber immer noch kein Konzept, welches das Verkehrsproblem angehen würde. Doch statt den Eichwaldhof zum Anlass zu nehmen, endlich Lösungen zu suchen, vertröstet die Stadt auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Wenn der Eichwaldhof wie geplant gebaut wird, wird die bereits angespannte Situation nicht nur zusätzlich verschärft, sondern auch zementiert! Gegen diese Kurzsichtigkeit gibt es zwar kein Gesetz, aber Ihre Stimme! Deshalb gilt am 7. März: NEIN zum privaten Gestaltungsplan Eichwaldhof.

«Wo ein Wille wäre, wäre ein (direkter) Weg.»

Seit inzwischen zwei Jahren behauptet der Stadtrat, die direkte Anbindung des Eichwaldhofs an die Frauenfelderstrasse sei nicht möglich, weil der Kanton es nicht erlaube. Auf der anderen Strassenseite geht es aber ganz einfach: Die von der Stadt zwangsversetzte Häpo (Reifenhandel, Tankstelle, Shop, Waschanlage) konnte innert kürzester Zeit durchgewunken werden.

Trotzdem will uns das Parlament weismachen, dass es die beste Lösung sei, den Verkehr vom Eichwaldhof quer durchs bereits heute stark belastete Wohnquartier zu schleusen?! Statt über die Bücher zu gehen und eine vernünftige Lösung für den Verkehr zu suchen, hat die Baukommission dem Eichwaldhof sogar zusätzliche Stockwerke und damit noch mehr Quartierverkehr bewilligt (!). Damit wird die maximal erlaubte Bauhöhe (W3-Zone!) sowie die Baumasse massiv überschritten.

Übersichtsplan einzelner Varianten zur direkten Anbindung.
  • Vorschlag Stadt: tangiert eine bereits belastete Wohnzone (Schoorenstrasse, Ruediweg, Pfaffenwiesenstrasse, Pappelweg) sowie den Kindergarten- und Schulweg mit einer gefährlichen Kreuzung bei der Bushaltestelle
  • Vorschlag GSU: direkter Anschluss zwischen bestehender Lichtsignalanlage und Zufahrt Norden (reduziert Mehrkilometer von Fahrzeugen erheblich)

Der Umweg über Schooren, Ruediweg, Pfaffenwiesenstrasse und Pappelweg generiert jedes Jahr über 160’000 (!) unnötige Autokilometer (Berechnung: 900 Fz/Tag à 0.5 km). Steigender Quartierverkehr bedeutet mehr Risiko, mehr Lärm und mehr Abgase. Durch die Reduktion der Parkplätze (auf 244) beim Eichwaldhof könnte auch der Suchverkehr im Quartier wieder ansteigen. Obwohl seit Jahren gefordert, gibt es immer noch keine geregelte blaue Zone in den Quartierstrassen.

Jetzt oder nie?

Der Stadtrat spricht von einer Entlastungsstrasse, die vielleicht in 20 Jahren erstellt wird. Das ist heuchlerisch, denn mit dem heutigen Eichwaldhof-Plan wird die beste Option für die nächsten Jahrzehnte zugebaut. Einmal mehr zeigen unsere Parlamentarierinnen und Parlamentarier, wo ihre Prioritäten wirklich liegen. Aber: Diesen Schlag in die Magengrube müssen wir nicht akzeptieren! Deshalb gilt am 7. März: NEIN zum privaten Gestaltungsplan Eichwaldhof.

Die stadtseitige Erschliessung über den Pappelweg, die Pfaffenwiesenstrasse, den Ruediweg sowie den Schooren ist schon heute nicht befriedigend für das Quartier. Dies umso mehr, als dass diese Strassen ausgiebig von Velofahrern und Fussgängern (insb. Kindern) benützt werden (Schulen, Kindergärten, Busstation, S-Bahn-Station Wallrüti). Eine Zunahme des Verkehrs auf diesen Quartierstrassen würde das bereits heute latent vorhandene Sicherheitsproblem akzentuieren. Und für die Autofahrenden ist der grosse und unnötige Umweg schlicht eine Zumutung – auch für die künftigen Bewohner des Eichwaldhofs.

Gemäss von der GSU durchgeführten Verkehrszählungen auf der Pfaffenwiesenstrasse und dem Ruediweg beträgt die durchschnittliche Anzahl Verkehrsbewegungen (Mittelwert hochgerechnet) schon heute zwischen 1200 und 1400 Fahrzeuge pro Tag und beim bereits heute sehr stark belasteten Pappelweg gemäss Angaben der Stadt 3600. Über den Pappelweg fahren all die LKWs von und zum Industriequartier Hegmatten. Die vorgesehene verkehrstechnische Erschliessung des Eichwaldhofs würde die Anzahl Verkehrsbewegungen nochmals substanziell erhöhen. Durch die direkte Erschliessung des Eichwaldhofs an die Frauenfelderstrasse würde das Quartier erheblich entlastet. Dass die direkte Anbindung möglich wäre, zeigt die bestehende Zufahrt zur geplanten Häpo (Waschanlage mit Tankstelle und Shop) gegenüber dem Eichwaldhof.

Aus Sicherheitsgründen und zur Verhinderung von zusätzlichen Lärm- und Abgasemissionen fordern die Quartierbewohner deshalb eine direkte Anbindung der Überbauung «Eichwaldhof» an die Frauenfelderstrasse und stimmen am 7. März: NEIN zum privaten Gestaltungsplan Eichwaldhof.

Referendumskomitee: Roland Eglauf, Cornelia Bolli, David Livingstone, Malcolm Mitchell, Urs Peter, Margrit und Andi Reinhard, Peter und Susanne Signer, Irma Ulrich, Christoph Weiller